IN DUOS

Seit 2015 veranstalten die KUNSTARKADEN alle zwei Jahre die themenspezifische Ausstellung arkadenale. Für die 7. Ausgabe werden Künstler*innenpaare ♥ gesucht, die in München oder im S-Bahn-Bereich leben und für dieses Projekt eine gemeinsame künstlerische Arbeit realisieren wollen. Die Künstler*innenpaare, die auch privat ein Paar sind, müssen nicht dauerhaft zusammenarbeiten, erklären sich jedoch bereit für die Ausstellung eine gemeinsame Arbeit zu entwickeln. Die Ausstellung versteht sich als Experimentierraum für Dialog, Austausch und kollaborative Prozesse.

_______________________________________

BEWERBUNG

Bitte sendet eure Bewerbungsunterlagen via E-Mail bis zum 15. Juli 2026 an: kunstarkaden@muenchen.de

Erforderlich sind (als PDF):

Eröffnung: 16. November 2027
Dauer: 17. November bis 18. Dezember 2027 (evtl. bis Ende Januar 2028)

Für jedes ausgewählte Künstler*innenpaar steht eine Aufwandsentschädigung
von 800 Euro zur Verfügung.

Die KUNSTARKADEN sind sowohl Forum als auch Plattform für zeitgenössische Kunst und
künstlerische Experimente. In dialogisch konzipierten Gruppenausstellungen fördern sie in
München und S-Bahn-Bereich lebende Künstler*innen zu Beginn ihrer Professionalität. Die
Werke werden im Zusammenspiel mit den räumlichen Gegebenheiten der Kunstarkaden
inszeniert und präsentiert.

Zusätzlich fördern die KUNSTARKADEN die Kunstschaffenden mit Publikationen über die
jeweiligen Ausstellungen und sorgen damit für einen bleibenden Eindruck. Ab 2026 wird
jährlich ein Favoritenpreis mit einer Förderung von 2000 Euro und einer Einzelausstellung
vergeben.

_______________________________________

♥ Künstler*innen, die auch privat ein Paar sind

 

Ausschreibung_inDuo

 

Der Name Pickly Wiggly leitet sich von Piggly Wiggly® ab, dem ersten vollständig auf Selbstbedienung ausgelegten Supermarkt, der 1916 von Clarence Saunders gegründet wurde.

Durch die Einführung offener Regale und der Selbstbedienung verwandelte dieser Supermarkt das Einkaufen in ein System, das auf Effizienz, Kund*innenfluss und Auswahl ausgerichtet war.

Dieses Modell legte den Grundstein für den modernen Supermarkt als hochfunktionalen Raum.

Selbstbedienung bedeutet jedoch nicht zwangsläufig Freiheit. Im Laufe der Zeit haben sich Regale, Raumaufteilungen, visuelle Sprachen und technische Infrastrukturen zu präzisen Systemen entwickelt, die die Auswahl vorgestalten. Wert wird festgelegt, bevor Produkte erscheinen, und Entscheidungen werden gelenkt, bevor sie bewusst getroffen werden. Was als Vielfalt und Bequemlichkeit erscheint, verbirgt oft Mechanismen der Kontrolle, Austausch, Verzögerung und Differenzierung.

Pickly Wiggly verschiebt den Blick auf den Supermarkt – weg vom Ort alltäglichen Konsums hin zu einer Linse, durch die sich größere soziale, ökonomische und technologische Strukturen kritisch betrachten lassen.

————————————————————————————————————————————————-

Willkommen bei Pickly Wiggly – Ihrem Selbstbedienungssupermarkt kuratierter Entscheidungen.

Abbildungen sind inszeniert und können von den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort abweichen.

Alle Auswahlmöglichkeiten sind für einen reibungslosen Ablauf vorstrukturiert.

Sonderangebote auf Wert und Begehren können jederzeit ohne Vorankündigung gelten.

Einige Optionen sind möglicherweise nicht verfügbar oder bereits entschieden.

 

Mit freundlicher Unterstützung des Akademievereins Münchens

skipping on the tightrope

 

Mehr denn je sind die Herausforderungen, denen wir heute begegnen, komplex und entziehen sich meist einer eindeutigen, universell gültigen Lösung. Stattdessen erfordern sie Aufmerksamkeit, Auseinandersetzung und die Fähigkeit, Ungewissheit auszuhalten. Die Künstler*innen nehmen eine vielschichtige, sich wandelnde Haltung ein, die Widersprüche und Spannungen zwischen gegensätzlichen Weltanschauungen zulässt. Anstatt vorgefertigte Antworten zu liefern, öffnen ihre Werke Räume für Zweifel, Reibungen und Fragen.

_

SONDERERÖFFNUNG ZUR SCHMUCKWOCHE

Donnerstag, 05. März 2026, 18-21 Uhr

 

SONDERÖFFNUNGSZEITEN ZUR SCHMUCKWOCHE

04. bis 08.03.2026, 13-21 Uhr

 

Seit 2015 präsentiert der städtische Kunstraum KUNSTARKADEN alle zwei Jahre die Ausstellungsreihe „arkadenale“.  Zur 6. Ausgabe im Jahr 2025 haben wir Künstler*innen eingeladen, die in der Vergangenheit in München gelebt und gearbeitet und es jedoch aus ganz unterschiedlichen Gründen verlassen haben. Für die „arkadenale“ 2025 kehren sie nun mit neuen Perspektiven, aktuellen Arbeiten und persönlichen Geschichten im Gepäck zurück.

Die Ausstellung zeigt in einer zusammenhängenden Präsentation die künstlerischen Positionen der Rückkehrer*innen. Dieses “comeback“ ist mehr als ein rein geografisches Wiedersehen: die Ausstellung eröffnet einen Dialog zwischen früherem Schaffen und aktueller Praxis, zwischen individuellen Lebenswegen und kollektiver Stadterfahrung der Künstler*innen.
München wird zum Resonanzraum für Erinnerungen, Brüche, Entwicklungen – und neuen Verbindungen.

Die KUNSTARKADEN lädt das Publikum ein, München durch die Augen der Zurückgekehrten auf andere Art zu entdecken.

 

Leporello_come back

 

Die Münchner Künstler*innen Veronica Burnuthian, Aelita le Quément, Santiago Archila Salcedo und Vincent Hannwacker bespielen die KUNSTARKADEN bei ihrer Ausstellung „FRÉMITO“ mit einer hypnotischen und farbenfrohen Mischung aus Werken, die sich mit Traumvorstellungen, Spiritualität und Unterbewusstsein beschäftigen.

Aelita le Quément verwandelt den Raum mit ihrer malerischen Tapeten- und Wandarbeiten in ein vierdimensionales Spiegelkabinett. Die Wände, die den Raum umschließen, offenbaren ihre Grenzen durch aufgerissene, rissige Oberflächen – ein Zustand physischen Wandels. Die zerfetzte Oberfläche deutet auf einen Zyklus von Verfall, Korruption und Wiedergeburt hin, eine verdichtete Essenz von Geburt, Leben und Tod.

Veronica Burnuthian thematisiert in ihrem Werk die psychische Gesundheit, die queere Identität, das kulturelle Gedächtnis und systemische Ungleichheit. Diese Themen fließen in ihr Musikprojekt Soft Violet ein, das elektronische Klänge mit gesprochenen Wortpassagen kombiniert. Diese Synthese schafft einen Raum, in dem emotionale und intellektuelle Auseinandersetzungen stattfinden können. In ihrer Malerei manifestiert sich eine bemerkenswerte Entwicklung von anfänglicher explosiver Emotionalität hin zu subtileren, reflektierten Arbeiten. Diese Transformation spiegelt eine tiefere Auseinandersetzung mit den komplexen Themen wider, die ihre Kunst prägen. In ihrer künstlerischen Praxis erlebt Veronica Burnuthian den Akt des Schaffens als einen vielschichtigen Weg der Wiedergutmachung und des Überlebens. Sie füllt historische und persönliche Lücken mit Seide – einem Material mit symbolischer Kraft, das sowohl Zerbrechlichkeit als auch Stärke verkörpert. Dies steht in direktem Zusammenhang mit der armenischen Erfahrung: ihr Nähen ist ein traditioneller Akt des Überlebens und verkörpert die Widerstandsfähigkeit und den kreativen Willen eines Volkes, das Kultur, Sprache und Erinnerung nach Traumata – oft durch matrilineare Weitergabe – kontinuierlich neu geschaffen und bewahrt hat.

Vincent Hannwacker zeigt Malereien, die mit der Farbigkeit und den Motiven des Sommers spielen. Es sind poppige Figuren, die zugleich verlockend und mysteriös erscheinen. Die Bilder wirken wie Momentaufnahmen und Fragmente aus unvollendeten Geschichten.

Santiago Archiala Salcedo erkundet Themen, die von neuer Mythologie bis hin zur Neuinterpretation einiger biblischer Momente reichen, wobei er sich fantastischer Welten bedient. In den Kunstarkaden präsentiert er installative Zeichnungen und eine Installation aus Rinderknochen, die zusammen eine Comic-Collage bilden. Eine begleitende Videoinstallation verstärkt die visuelle und thematische Tiefe der Werke und lädt die Betrachter ein, in die komplexen Geschichten einzutauchen.

Zur Langen Nacht der Museen am 18. Oktober 2025 laden die Künstler:innen zu einem besonderen Programmpunkt ein:
Um 2021 und 22 Uhr findet jeweils ein Midnight Screening statt, bei dem eigens produzierte Horror- und Science-Fiction-Kurzfilme gezeigt werden. Diese filmischen Arbeiten treten in einen spannungsvollen Dialog mit Live-Musik, die die Werke neu interpretiert und atmosphärisch verdichtet. Die Kombination aus Bild und Klang schafft ein immersives Erlebnis, das die Themen der Ausstellung auf eine andere sinnliche Ebene überträgt.

Flyer_Frémito

Im dadaistischen Kosmos von „Kyoto Morph und die vier Füße von Benjamin“ entfalten sich poetisch-absurde Bildwelten zwischen Traum und Wirklichkeit. Babi Brüller, Luisa Baldhuber, Florian Donnerstag und Nina Markhardt verweben Malerei, Installation, Skulptur und erweiterte Bildräume zu einer symphonischen Farblandschaft. Zwischen fernöstlicher Ruhe und urbanem Surrealismus entstehen skurrile Szenarien, die den Blick lenken und Neugier wecken, ohne zu viel zu verraten. Ein kaleidoskopisches Miteinander, das mit Humor und Poesie zum Verweilen einlädt.

 

Babi Brüller setzt sich in ihrer Arbeit mit dem jüdischen Erbe ihrer Familie sowie mit gesellschaftlichen Strukturen und der Macht autoritärer Kollektive auseinander. Bewegliche, zumeist lebensgroße Puppen in leicht grotesker Darstellung bespielen die Ausstellungsräumlichkeiten. Großformatige Malereien zeigen Gruppen aus sich ähnelnden, androgynen Individuen (z.B. Chorsänger*innen, Schulkinder, Soldat*innen) in surrealen Räumen, denen die unheimlichen Dynamiken dieser Gruppierungen inhärent sind.

Luisa Baldhuber befasst sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit dem Zusammenspiel von Farbe, Raum und Licht und deren Einfluss auf unsere Wahrnehmung. Ausgehend von der klassischen Malerei überträgt sie Farbflächen in den Raum, durchbricht architektonische Strukturen und eröffnet neue Dimensionen zwischen Fiktion und Realität.

Florian Donnerstags Arbeit beschäftigt sich mit der Ambivalenz zwischen Gestalt und Gestaltung. Brüche, Asymmetrien und das bewusste Hinterfragen von Inhalten dienen ihm in seinen Malereien als künstlerische Werkzeuge. Inhalt wird in seiner Praxis zum formalen Element, das sich jenseits eindeutiger Symbolik entfaltet und anti-symbolische Wirkung entfaltet. Auf diese Weise entstehen Werke, die sich jeder eindeutigen Lesbarkeit entziehen und neue narrative Ebenen eröffnen.

Nina Markhardt erforscht die Rolle von Pilzen und Algen in verschiedenen Zeitebenen und arbeitet mit biologisch abbaubaren Materialien. Ihre Bioplastik-Skulpturen und Malereien stehen für einen nachhaltigen künstlerischen Ansatz und thematisieren die Verbundenheit aller Lebewesen.

 

Flyer_Kyoto Morph und die vier Füße von Benjamin

Starte deinen Abend in den städtischen Kunsträumen.
Komm vorbei für Einblicke, Austausch oder einfach so.
Eintritt frei, Kunst, Bowle & Snacks

 

17-19 Uhr

 

Die städtischen Kunsträume rund um den Marienplatz laden dich ein, jeden Monat ganz entspannt eine neue Ausstellung in entweder der Artothek & Bildersaal, den Kunstarkaden, dem MaximiliansForum oder der Rathausgalerie kennenzulernen.
Die Kunstarkaden freuen sich, euch dieses Mal in die Ausstellung „Der Preis“ einzuladen. Bei Bowle, Knabbereien und Kunst kannst du deinen Abend beginnen und nette Leute treffen. Komm allein oder mit Freund*innen, für Einblicke, Austausch oder einfach so. Wir freuen uns auf dich/euch!

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

„Der Preis“ ist eine Ausstellung, die den Kunstmarkt als Glücksspiel begreifbar macht. Vier Künstler legen aus eigener Tasche gemeinsam ein Startkapital an, jedes verkaufte Werk speist einen wachsenden Jackpot, und am Ende gewinnt nur ein*e Käufer*in den gesamten Betrag.

Dieses Setting schafft eine unmittelbare Metapher für die ökonomische Realität in der Kunst: Während Käufer*innen sich von Hoffnungen auf Gewinn leiten lassen, tragen die Kunstschaffenden zugleich das Risiko und setzen ihre eigene Zukunft aufs Spiel.

Vier künstlerische Handschriften treffen in der Ausstellung aufeinander.

Yaser Bashir widmet sich in seinen Malereien intensiv dem Ge­stalten von Oberflächen, die sowohl abstrakt als auch illusionistisch sind und mit großer Aufmerksamkeit zum Detail wiedergegeben werden. Dabei spielt die Wiederholung eine entscheidende Rolle als Mittel zur Kontinuität in seinem Schaffensprozess.

Fabian Beger wirft offene Fragen in den Raum, ohne mit erhobenem moralischem Zeigefinger auf die Rezipierenden zu verweisen. Vielschichtig und assoziationsreich zielt seine Arbeit auf die Reaktion der Betrachter*innen ab. Dabei steckt bis zu einem gewissen Grad auch die Neugier, den Kunstbegriff selbst neu zu definieren und auszureizen.

Leon Bodens Werke setzen sich mit Themen wie Gender, Sexualität, Umwelt- und Tierschutz sowie Verlust und Krankheit auseinander, wobei er das vermeintlich Obszöne als Mittel zur Visualisierung komplexer Inhalte nutzt. Seine detailreichen, vielschichtigen Kompositionen laden zur Interpretation und Selbstreflexion ein.

Roman Toulany setzt sich in seinen Arbeiten mit dem Zusammenspiel von Identität, Banalität und Hoffnung auseinander. Als auch tätiger Drehbuchautor und Filmregisseur transferiert er malerische Erzeugnisse in den szenischen Film, und andersherum.

„Der Preis“ verdeutlicht, dass künstlerische Arbeit jenseits eines klaren Lohnkonzepts stattfindet und dass ausgerechnet die Vorleistung, die Künstler*innen erbringen, zur wertvollsten, aber auch risikoreichsten Ressource wird. In einem spektakulären Finale mit Jackpot-Ziehung und Live-Acts mit Showmaster Fabian Beger kommt es schließlich zum großen Auftritt der Ungewissheit: Wer gewinnt alles? Und wie steht es um die Künstler?

 

Flyer_Der Preis

Eröffnung

Dienstag, 28. Januar 2025, 19 Uhr
mit einer Einführung von Kunsthistorikerin Dr. Olena Balun

Ausstellungsdauer

29. Januar bis 16. März 2025

Eröffnung zur Schmuckwoche

Mittwoch, 12. März 2025, ab 19 Uhr
mit einer Einführung durch die Künstler*innen
und mit Musikperformance von DJ Hans Hiptmair

Sonderöffnungszeiten zur Schmuckwoche

13. bis 16. März 2025, 13 – 21 Uhr

 

In der Ausstellung „LET THERE BE LIGHT“ zeigen Marion Blume, Nora Reitelshöfer und Florian Clemens Meier aktuelle Schmuckarbeiten. Die Künstler*innen studieren in der Klasse für Schmuck & Gerät bei Prof. Karen Pontoppidan.

 

Flyer__LET THERE BE LIGHT